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| Via Claudia Augusta – Zugspitz Arena an der antiken "Autobahn" |
![]() Vor mehr als 2000 Jahren herrschte im heutigen Gebiet der Zugspitz Arena reges Verkehrsaufkommen. Auf der römischen Via Claudia Augusta, die von der Donau bis an die Adria führte, passierte so mancher Güter- und Personentransport Biberwier und Co. Gegen die erste antike Autobahn wirkt das heutige Straßenleben regelrecht "verkehrsberuhigt". Doch drehen wir die Geschichte um ein paar Jahrtausende zurück ... Kaiser Claudius ebnet (für Wein und Käse) den Weg über die Alpen Im Jahre 15 v. Christus reicht das Römische Reich bis an die Donau. Während die Legionäre noch als Grenzwache in den Norden ziehen, floriert mit dem heiß begehrten rätischen Wein und Käse bereits ein erster kulinarischer Handel. Die gut situierten Patrizier scheuen bei der Bewirtung ihrer Gäste offenbar weder Mühen noch Kosten. Da die "Lebensmittelimporte" aus der Provinz Rätien zusehends wachsen, wird die Schaffung einer winterfesten Verbindung von der Adria bis zur Donau dringend erforderlich. Kaiser Claudius lässt in den Jahren 41 bis 54 n. Chr. die von seinem Vater bereits angelegte Verbindung über die Alpen zu einer Fernstraße ausbauen. So geht die Umsetzung der Via Claudia Augusta als erstes funktionierendes Fernverkehrs-Konzepts in die Geschichte ein. Die antike Autobahn führt über Altinum bei Venedig und Feltre bis zum Verkehrsknoten Trient und weiter über Reschen- und Fernpass ins Lechtal. Endstation ist Donauwörth. ![]() Antike Autobahnraststätten und infrastrukturelle Erschließungen Entlang der Via Claudia Augusta entstehen schon bald die ersten Rasthäuser und Straßenmeistereien. Alle zwei Wegstunden gewähren Gasthäuser Einkehr und Pferdewechsel. Meilensteine weisen den Reisenden den Weg. Auf Pferdekutschen lassen sich auf der Via Claudia Augusta bis zu 80 km pro Tag zurücklegen. Eilboten schaffen auf schnellen Kurierpferden bis zu 200 km pro Tag. Der transalpine Verkehrsstrom wächst rasant, nicht zuletzt weil die Via Claudia Augusta als einzige fuhrwerkstaugliche Straße die Verbindung von Italien und Tirol sicherstellt. Seit ihrer Erbauung wurde diese Verkehrsader ununterbrochen benutzt, mehr oder weniger instand gehalten und hat bei der Erschließung der Täler eine treibende Rolle gespielt. Archäologen graben in der Vergangenheit Heute, gut 2000 Jahre später, fördern Archäologen der Universität Innsbruck laufend Zeugnisse der alten Via Claudia Augusta ans Tageslicht. 1993 stieß man bei Grabungen im Lermooser Moos auf einen römerzeitlichen Prügelweg. 1999 entdeckten die Innsbrucker Archäologen in Biberwier die ersten Spuren einer Römischen Straßenstation. Mittlerweile ermöglichen zahlreiche Funde entlang des alten Straßenverlaufs einen Einblick in das Leben an der Via Claudia Augusta. Die Anmeldung und Informationen für Führungen erhalten Sie in den Tourismusbüros der Tiroler Zugspitz Arena. |