Paula Hofherr, 06.07.2020

200 Jahre Zugspitze Erstbesteigung

Der höchste Berg Deutschlands und auch der höchste der Tiroler Zugspitz Arena. Vor 200 Jahren hieß es noch „da kimmt ma ned nauf!“, heute ganz bequem mit den Bergbahnen oder doch zu Fuß, wie es einst im Jahre 1820 der Bergsteiger Josef Naus das erste Mal tat. Am 27. August 1820 war er nämlich der erste Mensch, der zu Fuß den Zugspitzgipfel bestieg.
 
Auch wenn der Weg damals auf der deutschen Seite über das Höllental führte, spielt das Jubiläum für die Tiroler Zugspitz Arena ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ein Stück Geschichte des Erstbesteigers
Josef Naus war ein bayrischer Offizier und Vermessungsingenieur. Seine Familie, die aus Belgien oder den Niederlanden stammte, wanderte bereits im 17. Jahrhundert nach Tirol aus.
 
Mit einer Gruppe von Offizieren und Gemeinen hatte Naus 1820 den Auftrag, die Werdenfels-Karte für den Topografischen Atlas von Bayern zu erstellen. Am 27. August 1820 gelang dabei Naus, seinem Gehilfen Maier und dem Bergführer Johann Georg Tauschl, die erste nachgewiesene Besteigung der Zugspitze.
200 Jahre voller Veränderungen
Von der Erstbegehung 1820 bis hin zur modernsten Seilbahn Österreichs. Der Zugspitz-Gipfel ist mittlerweile von 3 Seilbahnen erschlossen. Die erste, die Tiroler Zugspitzbahn von Ehrwald, wurde 1926 eröffnet. 37 Jahre später, im Jahr 1963 öffnete von Grainau aus die Eibsee-Seilbahn und nochmal 31 Jahre später, 1992 die Bayerische Gletscherbahn. Mit einem Höhenunterschied von 1.725m überwindet die Tiroler Zugspitzbahn ganz mühelos den weiten Weg und befördert täglich bis zu 100 Personen pro Kabine auf den Gipfel.
 
Die Zugspitze ist mit ihrem „4-Länderblick“ definitiv einer der Parade-Aussichtsberge der Alpen. Die Fernsicht an klaren Tagen ist einfach grandios und einzigartig.
Für Wissbegierige veranschaulicht die Erlebniswelt „Faszination Zugspitze“, mit der höchstgelegenen 3D-Show Europas, diversen Filmvorstellungen, einem Glasboden mit Blick in die Tiefe und vieles mehr, ausführliche Informationen über die Geschichte rund um die Zugspitze.
Ein Gipfelrekord zum Greifen nah
Eine mindestens genauso verrückte Idee, wie Josef Naus damals 1820 hatte, konnte dieses Jahr, mit dem Marketingteam der Tiroler Zugspitz Arena und der Online Marketing Agentur Speed U Up, erarbeitet werden.
 
Zum 200-Jahr-Jubiläum wird die Zugspitze noch einmal bestiegen, zwar über die Tiroler Seite, über das sogenannte „Gatterl“ aber mit erschwerter Last. Es soll nämlich das schwerste Möbelstück, in diesem Fall eine Bank, mit Hilfe eines einheimischen Bergführers und einem Influencer auf den Gipfel des Wettersteinmassivs getragen werden. Verpackt als Weltrekord, wird an die Erstbesteigung, vor 200 Jahren, auf andere Art und Weise zurückerinnert.

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